Tarifrunde Textile Dienste 2023 Warnstreiks jetzt! Arbeitgeber machen kein besseres Angebot

In der zweiten Verhandlung am 30.05. in Heidenheim waren die Arbeitgeber nicht in der Lage, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen.

Textile Dienste: Arbeiterin bügelt Kleidung

19. Juni 2023 19. Juni 2023


In Taschentricksermanier schoben sie Zahlenwerte hin und her: Mehr Geld reichten sie dabei nicht über den Tisch. Die Verhandlungskommission der IG Metall reagierte unmissverständlich und wies das neue Angebot empört zurück. Ab dem 1. Juni geht es nun in die Warnstreiks.

Das haben die Arbeitgeber angeboten:

Bis Ende 2023 soll es weiterhin eine Inflationsausgleichprämie in Höhe von insgesamt 1.000 € netto geben. Lediglich die Auszahlungsbedingungen ändern sich, in Summe bleibt es aber bei den bereits gebotenen 1.000 € netto.

Ab dem 01.01.2024 sollen dann die Löhne und Geh- älter im Osten um 140 € brutto und im Westen um 110 € brutto steigen. Ab dem 01.01.2025 soll es in einer zweiten Stufe 110,61 € brutto mehr im Osten und 75 € brutto mehr im Westen geben. Alles als Festbetrag – also für alle gleich. Gegenüber dem bisherigen Angebot ist das kaum eine Verbesserung: Die Erhö- hungen kommen immer noch zu spät und fallen jetzt für die höheren Einkommen erheblich niedriger aus. Bei der Laufzeit bleiben die Arbeitgeber bei 27 Monaten. Die Altersteilzeit ist weiterhin nicht Teil des Angebots. Auch einer echten Angleichung Ost an West versperren sich die Arbeitgeber nach wie vor. 
 



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INFOservice Textile Dienste 05.2023