Tarifrunde Metall- & Elektroindustrie NRW Tarifkommission stellt Forderung auf

Die IG Metall Nordrhein-Westfalen geht mit der Forderung nach fünf Prozent mehr Geld über eine Laufzeit von zwölf Monaten in die Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie. Das hat die Tarifkommission einstimmig beschlossen.

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25. September 2026 25. September 2026


Außerdem will die IG Metall über drei weitere Themen mit den Arbeitgebern reden: eine tarifliche Gewinnbeteiligung, eine soziale Komponente für niedrige Einkommen sowie Sicherheit für Arbeitsplätze und Standorte. Die IG Metall habe sich bewusst für eine moderate Forderung entschlossen, sagte Carsten Schuld, Tarifsekretär der IG Metall NRW. „Diese Forderung passt in die Zeit.“ Viele Unternehmen steckten in der Krise. Andererseits laufe es in etlichen Betrieben gerade gut, sie machten gute Gewinne. „Dort, wo es gut läuft, wollen wir eine Öffnungsklausel nach oben“, erklärte Schuld. 

Mit ihrer Forderung geht die IG Metall NRW auf die Diskussionen der Mitglieder in den Betrieben ein, wie Wortmeldungen in der Sitzung der Tarifkommission deutlich machten. Die einen berichteten von Krise, Restrukturierung und Angst vor Arbeitsplatzverlust – andere von gefüllten Auftragsbüchern. „Uns geht’s blendend“, sagte zum Beispiel Jens Köstermann, Betriebsratsvorsitzender bei Siemens Mobility in Krefeld. Trotzdem trügen die Kolleginnen und Kollegen die moderate Forderung mit, aber dann „muss es auch eine Öffnung nach oben geben“.

GELD FÜR KONSUM NÖTIG

Die Mitglieder in stotternden wie in gut laufenden Betrieben sind sich einig: Die Krise darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. Im Gegenteil: Gerade jetzt braucht es mehr Geld in den Taschen, damit die Kaufkraft gestärkt wird und die gerade hochfahrende Konjunktur nicht durch Konsumzurückhaltung abgewürgt wird. Beschäftigte in niedrigen Entgeltgruppen sollen besonders berücksichtigt werden, schließlich leiden sie auch besonders unter den steigenden Preisen. Für sie will die IG Metall NRW eine soziale Komponente durchsetzen. Von ihr sollen auch Auszubildende und Beschäftigte in Teilzeit profitieren.

Die IG Metall NRW will außerdem mit den Arbeitgebern über Sicherheit für Arbeitsplätze und Standorte reden – ein wichtiges Thema angesichts des anhaltenden Arbeitsplatzabbaus in der Metall- und Elektroindustrie. Nicht nur die Politik, auch die Arbeitgeber sind gefordert, sagte Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW. „Beide haben viel zu lange nur zugeschaut, statt aktiv die Transformation zu begleiten.“ 

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metallnachrichten 09.2026