Tarifrunde Metall- & Elektroindustrie NRW HARTE TÖNE - Erste Verhandlung für Metall und Elektro

Direkt in der ersten Verhandlung der Tarifrunde für die nordrhein-westfälische Metall- und Elektroindustrie haben die Arbeitgeber harte Töne angeschlagen: Die Arbeitskosten seien zu hoch, die Beschäftigten zu oft krank, zu verteilen gebe es nichts.

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8. Oktober 2026 8. Oktober 2026


Ein Angebot legten sie nicht vor. Die IG Metall reagierte irritiert. „Wir lassen uns die Misere der deutschen Industrie nicht auf den Deckel schreiben“, sagte Verhandlungsführer Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW. 

In der fast dreistündigen Verhandlung stellten die Arbeitgeber die Arbeitskosten in den Vordergrund. Diese seien zu hoch, weshalb die Unternehmen nicht investierten. Auch über eine zu hohe Krankenquote beschwerten sich die Arbeitgeber, und die Arbeitszeiten dürfen auch gern mal länger sein.

Die IG Metall konterte: „Ein einseitiger Blick auf die Arbeitskosten wird das Problem der deutschen Industrie nicht lösen“, sagte Knut Giesler. Krankenquote und Arbeitszeit „sind nicht unsere Grundprobleme der vergangenen Jahre“, so der Verhandlungsführer. Die Arbeitgeber machten fehlende Investitionen allein an den Arbeitskosten fest. „Das ist deutlich zu kurz gesprungen.“

Die Haltung der Arbeitgeber sorgte bei den Mitgliedern der IG Metall-Verhandlungskommission für Verärgerung – zumal die IG Metall ohnehin mit einer moderaten Forderung in die Runde gestartet war. Sie verlangt fünf Prozent mehr Geld. Außerdem will die IG Metall eine soziale Komponente durchsetzen, von der auch Auszubildende und Teilzeitkräfte profitieren sollen. 

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metallnachrichten 10.2026