Tarifrunde Leiharbeit 2022/2023 Weiterhin kein Angebot!

Am Mittwoch, dem 3. Mai, war es endlich soweit: Die IG Metall und die beiden Arbeitgeberverbände der Leiharbeit BAP und iGZ trafen sich zur ersten Tarifverhandlung über eine Inflationsausgleichsprämie für Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter in der Metall- und Elektroindustrie.

1000 Leihbeschäftigte demonstrieren für Inflationsausgleichsprämie in München

4. Mai 2023 4. Mai 2023


Wieder legten die Arbeitgeber kein Angebot vor und verweigern die Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie. 

Kein Angebot, das heißt 0 Euro. Gefordert hat die IG Metall 3000 Euro – genauso viel wie für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie. Schließlich machen unsere Kolleginnen und Kollegen in Leiharbeit die gleiche Arbeit. Auch sie leiden unter der aktuell hohen Inflation und müssen die stark gestiegenen Preise bei Energie und Lebensmitteln zahlen. Die Begründung der Leiharbeitgeber: Die Betriebe der Metall- und Elektroindustrie haben erklärt, keine Kostensteigerung durch eine Inflationsprämie für Leihbeschäftigte zu akzeptieren. Die Leiharbeiter*innen verdienen es aber, mehr zu bekommen! Unsere Forderung lautet weiterhin 3000 Euro. 

Koalition der Verweigerung 

Die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie haben bis Februar 1500 Euro netto erhalten und bekommen im Februar 2024 weitere 1500 Euro netto. Das war ein unverzichtbarer Teil des Tarifergebnisses, das die IG Metall gemeinsam mit ihren Mitgliedern durchgesetzt hat. Und die Beschäftigten in Leiharbeit sollen nun leer ausgehen?! Damit würde ihnen ein entscheidender Teil der Lohnerhöhungen, die um sie herum viele Beschäftigten erhalten, einfach fehlen!

Mehr Informationen dazu bekommt ihr im Flugblatt.



Dateien zum Download

Flugblatt Leiharbeit 2023